Umfrage zum Klimaschutzkonzept

Das Klimaschutzkonzept der Stadt Halle (Saale) wird derzeit unter der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern fortgeschrieben.

Hier haben Sie die Möglichkeit bestehende Klimaschutzmaßnahmen zu kommentieren und zu bewerten. Zu jeder Maßnahme können Sie Kurzinformationen über Status und Erfolge aufrufen. Im Menü „Bürgervorschläge“ können Sie jedoch auch gerne Anregungen und Vorschläge einreichen, was darüber hinaus für mehr Klimaschutz aus Ihre Sicht getan werden kann.

Umsetzungsstrukturen

Wie wichtig Entscheidungen auf nationaler und internationaler Ebene für mehr Klimaschutz auch sein mögen, die wirkungsvolle Umsetzung wird ganz entscheidend von den Städten und Gemeinden auf lokaler Ebene geleistet. Dazu gehören neben politischen Grundsatzbeschlüssen auch die Umsetzungsstrukturen, die die personellen und organisatorischen Voraussetzungen schaffen, um die kommunalen Handlungsmöglichkeiten maximal ausschöpfen. Hier sind Einrichtungen und Gremien verankert, die Klimaschutz diskutieren, beschließen und in der Umsetzung begleiten. Auch die Kommune als Vorbild wird in diesem Rahmen immer wieder gefordert. Wie organisiert sie Klimaschutz für die Verwaltung und spricht die Politik an? Welche Hilfestellung organisiert sie für Einwohnerinnen und Einwohner? Und welche Instrumente werden genutzt, um eine Erfolgskontrolle zu gewährleisten?

Im Handlungsfeld „Umsetzungsstrukturen“ werden derzeit acht Maßnahmen umgesetzt.

01 - Energie- und klimapolitisches Leitbild

Maßnahme 1 | Priorität: Hoch | Verantwortlichkeit: DLZ Klimaschutz | Status: Fortlaufend

02 - Dienstleistungszentrum Klimaschutz

Maßnahme 2 | Priorität: Hoch | Verantwortlichkeit: Stadt Halle (Saale), Geschäftsbereich II - Stadtentwicklung und Umwelt | Status: Fortlaufend

03 - Steuerungsgruppe "Klimaschutz in Halle (Saale)"

Maßnahme 3 | AG 1 | Priorität: Hoch | Verantwortlichkeit: DLZ Klimaschutz | Status: Fortlaufend

04 - Controllingsystem Klimaschutz in Halle (Saale)

Maßnahme 4 | AG 2 | Priorität: Hoch | Verantwortlichkeit: DLZ Klimaschutz | Status: Fortlaufend

05 - Koordinierte Öffentlichkeitsarbeit zum Klimaschutz in Halle (Saale)

Maßnahme 5 | AG 3 | Priorität: Hoch | Verntwortlichkeit: DLZ Klimaschutz | Status: Angepasst

06 - Internetseite "Klimaschutz und Energie"

Maßnahme 6 | AG 4 | Priorität: Hoch | Verantwortlichkeit: DLZ Klimaschutz | Status: Fortlaufend

07 - Atlas "Erneuerbare Energien in Halle (Saale)"

Maßnahme 7 | AG 5 | Priorität: Mittel | Verantwortlichkeit: FB Umwelt | Status: Fortlaufend

08 - Berücksichtigung von Klimaschutzbelangen in Stadtratsbeschlüssen und städtischen Konzepten

Maßnahme 8 | AG 6 | Priorität: Mittel | Verantwortlichkeit: DLZ Klimaschutz | Status: Fortlaufend

Stadtentwicklung

Durch den Klimawandel sind Kommunen in Deutschland mit einer doppelten Herausforderung konfrontiert. Der konsequenten Reduzierung von Treibhausgasen sowie mit der Umsetzung lokaler Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels.

Eine vorausschauende und abgestimmte Stadtentwicklungs- und Siedlungsplanung kann einen signifikanten Beitrag zur Begrenzung von Treibhausgasemissionen und damit zum Klimaschutz leisten. Sie kann durch Strategien, Konzepte und ihre formellen Instrumente zum Klimaschutz beitragen, wie beispielsweise auch das wegweisende Integrierte Stadtentwicklungskonzept aufzeigt.

Im Handlungsfeld „Stadtentwicklung“ werden derzeit vier Maßnahmen umgesetzt.

09 - Klimaschutz und Klimaanpassungen in Quartieren und Baugebieten

Maßnahme 9 | SE 1 | Priorität: Mittel | Verantwortlichkeit: FB Bauen | Status: Fortlaufend

10 - Halle (Saale) wird grüner- Entsiegelung, Begrünung, Vernetzung

Maßnahme 10 | SE 2 | Priorität: Mittel | Verantwortlichkeit: FB Umwelt, FB Planen | Status: Fortlaufend

11 - Ehrenamt "Grüner Daumen"

Maßnahme 11 | SE 3 | Priorität: Mittel | Verantwortlichkeit: DLZ Bürgerengagement | Status: Fortlaufend

12 - Stadt Halle (Saale) berät bei Neubau uns Sanierungsvorhaben

Maßnahme 12 | SE 4 | Priorität: Hoch | Verantwortlichkeit: DLZ Klimaschutz | Status: Fortlaufend

Private Haushalte

Hier geht es in erster Linie um den Energieverbrauch der Bevölkerung und umfasst die Anwendungsbereiche Heizung, Warmwasser und Strom in Privathaushalten. Dieser Sektor trägt laut der aktuellen Bilanz (2015) mit 43 Prozent den größten Anteil am gesamten Endenergieverbrauch der Stadt Halle (Saale). Etwa zwei Drittel dieser Verbräuche entfallen alleine auf die Raumwärme und etwa 15 Prozent auf die Warmwasserbereitung. Somit sind Sanierungen im Gebäudebestand, energieeffiziente Neubauten und Haustechnik hier von besonderer Bedeutung. Aber auch der Stromverbrauch ist nicht zu vernachlässigen. Dieser stieg deutschlandweit seit 1990 um etwa 13 Prozent an. Kommunen können private Haushalte nicht direkt verpflichten hier Einsparungen vorzunehmen, aber sie können Maßnahmen zur Motivierung und Aktivierung anschieben. Diese gelingen dann besonders gut, wenn neben Verwaltung und Politik auch andere gesellschaftliche Akteure mitwirken, wie z.B. Energieversorger, Wohnungsbaugesellschaften, Unternehmen und lokale Interessengruppen.

Im Handlungsfeld „Private Haushalte“ werden derzeit keine Maßnahmen umgesetzt. Zwei Maßnahmen aus dem ursprünglichen Konzept wurden gestrichen, zwei ausgesetzt.

13 - Hallenserinnen und Hallenser lernen (klimafreundliches Wohnen - Zielgruppenspezifische Energieberatung)

Maßnahme 13 | PH1 | Priorität: Hoch | Verantwortlichkeit: DLZ Klimaschutz | Status: Ausgesetzt

14 - Musterwohnung energieeffizientes Wohnen

Maßnahme 14 | PH 2 | Priorität: Mittel | Verantwortlichkeit: Stadtwerke Halle GmbH | Status: Ausgesetzt

15 - Runder Tisch "Energetische Sanierung" in Halle (Saale)

Maßnahme 15 | PH 3 | Priorität: Hoch | Verantwortlichkeit: DLZ Klimaschutz | Status: Ausgesetzt

16 - Wettbewerb Energieeinsparung

Maßnahme 16 | PH 4 | Priorität: Gering | Verantwortlichkeit: / | Status: Gestrichen

Unternehmen

Im Handlungsfeld Unternehmen sind sowohl kleine bis mittelständische regionale Unternehmen im Bereich Handel, Dienstleistungen und Gewerbe, angesprochen, aber auch produzierende oder verarbeitende Betriebe. Hier wird nicht zwangsläufig der Unterschied zwischen Industrie/Großunternehmen sowie anderen Verbrauchsgruppen getroffen. Je nach Umfeld und lokaler Wirtschaftsstruktur können sich hier ganz unterschiedliche Akteure verbergen, die auch in ihrer Ausrichtung auf Umwelt und Energie ganz heterogen sein können. Trotzdem dominiert auch hier – ähnlich wie bei den privaten Haushalten - der gebäudebezogene Energieverbrauch. Klimaschutz erstreckt sich aber auch auf energieeffiziente Informations- und Kommunikationstechnologien, Motoren, Beleuchtungen, Lüftung oder Kühlung. Hier hat eine Kommune wenig direkte Einflussmöglichkeiten, aber sie kann als Beraterin und Promoterin wichtige Akzente setzen.

Im Handlungsfeld „Unternehmen“ wurden im Klimaschutzkonzept von 2013 ursprünglich fünf Maßnahmen definiert. Derzeit werden davon zwei umgesetzt.

17 - Ausstellungsraum Stadt - Energietechnik in Halle (Saale)

Maßnahme 17 | WGD 1 | Priorität: Hoch | Verantwortlichkeit: DLZ Klimaschutz | Status: Ausgesetzt

18 - Energiecontracting für Unternehmen in Halle (Saale)

Maßnahme 18 | WGD 2 | Priorität: Mittel | Verantwortlichkeit: DLZ Wirtschaft und Wissenschaft | Status: Angepasst

19 - Unternehmen im (Klima-) Wandel

Maßnahme 19 | WGD 3 | Priorität: Mittel | Verantwortlichkeit: DLZ Wirtschaft und Wissenschaft | Status: Angepasst

20 - Stoffliche Verwertung von CO2

Maßnahme 20 | WGD 4 | Priorität: Gering | Verantwortlichkeit: / | Status: Gestrichen

21 - Netzwerk betriebliches Umwelt- und Energiemanagement

Maßnahme 21 | WGD 5 | Priorität: Mittel | Verantwortlichkeit: DLZ Wirtschaft und Wissenschaft | Status: Ausgesetzt

Kommunale Einrichtungen

Die Bereitschaft von Mitarbeitern einer kommunalen Verwaltung für den Klimaschutz wächst, wenn die Kommune selbst ihre Rolle als Maßstab und Vorbild für Bürgerschaft und Betriebe ausfüllt. Dazu können Kommunen Aktionen für klimafreundliches Nutzerverhalten, Beschaffung, Straßenbeleuchtung und Fuhrparkmanagement umsetzen. Ganz wesentlich sind aber auch Energieeinsparungen und ein systematisches Energiemanagement unmittelbar in den kommunalen Liegenschaften, darunter Verwaltungsgebäude, öffentliche Schulgebäude, Kindertagesstätten, Krankenhäuser, Schwimm- und Sporthallen, Bibliotheken.

Im Handlungsfeld „Kommunale Einrichtungen“ wurden im Klimaschutzkonzept von 2013 sechs Maßnahmen definiert. Davon sind zwei derzeit ausgesetzt oder in der Umsetzung unklar. Vier Maßnahmen laufen kontinuierlich.

22 - Nutzungsverhalten in Ämtern, Schulen und Kitas

Maßnahme 22 | KE 1 | Priorität: Hoch | Verantwortlichkeit: FB Immobilien | Status: Fortlaufend

23 - Weiterentwicklung des Gebäudemanagements

Maßnahme 23 | KE 2 | Priorität: Hoch | Verantwortlichkeit: FB Immobilien | Status: Ausgesetzt

24 - Fuhrparkmanagement

Maßnahme 24 | KE 3 | Priorität: Mittel | Verantwortlichkeit: FB Immobilien | Status: Fortlaufend

25 - Energieeffiziente Lichtsignalanlagen

Maßnahme 25 | KE 4 | Priorität: Mittel | Verantwortlichkeit: FB Bauen | Status: Fortlaufend

26 - Energieeffiziente Straßenbeleuchtung

Maßnahme 26 | KE 5 | Priorität: Mittel | Verantwortlichkeit: EVH GmbH | Status: Fortlaufend

27 - Energieeffiziente Beschaffung

Maßnahme 27 | KE 6 | Priorität: Mittel | Verantwortlichkeit: FB Immobilien | Status: Fortlaufend

Energieversorgung

Die Diskussion über die Ausgestaltung der Energiewende wird in Deutschland kontrovers und leidenschaftlich geführt. Klar ist, dass es einen grundlegenden Umbau der Energieversorgungssysteme hin zu einer nachhaltigeren Erzeugung und einer effizienteren Nutzung geben sollte. Dies stellt kommunale Energieversorger und auch Städte vor große Herausforderungen im Spannungsfeld zwischen Dezentralisierung, Einbeziehung von Erneuerbaren Energien und Kundenorientierung. Aber die Energiewende bietet auch die große Chance einer grundlegenden wirtschaftlichen Modernisierung. So rüstet sich Deutschland vor steigenden Preisen für fossile Energien, schafft neue Arbeitsplätze und wird zur führenden Exportnation umweltschonender Technologien.

Im Handlungsfeld „Energieversorgung“ sind acht Maßnahmen im Verant-wortungsbereich der Stadtwerke Halle angesiedelt. Zwei sind abgeschlos-sen, sechs werden weiter umgesetzt.

28 - Die Saale liefert Strom

Maßnahme 28 | EV 1 | Priorität: Mittel | Verantwortlichkeit: Stadtwerke Halle GmbH | Status: Angepasst

29 - Energiekonzept fürs Quartier

Maßnahme 29 | EV 2 | Priorität: Hoch | Verantwortlichkeit: Wohnungswirtschaft | Status: Fortlaufend

30 - Smart-Metering

Maßnahme 30 | EV 3 | Priorität: Gering | Verantworlichkeit: Stadtwerke Halle GmbH | Status: Angepasst

31 - Biomasse und Biomasseverwertung

Maßnahme 31 | EV 4 | Priorität: Mittel | Verantwortlichkeit: DLZ Klimaschutz | Status: Angepasst

32 - Ausbau und Ertüchtigung des Fernwärmnetzes

Maßnahme 32 | EV 5 | Priorität: Mittel | Verantwortlichkeit: Stadtwerke Halle GmbH | Status: Fortlaufend

33 - HalplusGrünAnlage

Maßnahme 33 | EV 6 | Priorität: Mittel | Verantwortlichkeit: Stadtwerke Halle GmbH | Status: Fortlaufend

34 - Ökostromtarife mit Wertschöpfung für Halle (Saale)

Maßnahme 34 | EV 7 | Priorität: Gering | Verantwortlichkeit: Stadtwerke Halle GmbH | Status: Fortlaufend

35 - Errichtung und Betrieb von Erneuerbare-Energien-Anlagen

Maßnahme 35 | EV 8 | Priorität: Mittel | Verantwortlichkeit: Stadtwerke Halle GmbH | Status: Fortlaufend

Verkehr

Im Gegensatz zu den meisten Bereichen sind im Zeitraum seit 1990 die verkehrsbedingten Treibhausgas-Emissionen in Deutschland nicht gesunken, sondern gestiegen. Jede Minderung beim spezifischen Ausstoß wird durch eine Zunahme des Verkehrs wieder zunichtegemacht. Somit hat der Verkehr im Gesamtbild der Klimaschutzbemühungen eine ganz besondere Stellung. Ein Umdenken und Umsteuern bei der Mobilität muss mit einer Veränderung in der Bereitstellung von Antriebsenergie einhergehen. Technische Anforderungen müssen mit gesellschaftlichen und politischen Bedingungen Schritt halten. Im Rahmen der Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts sollen verstärkte Bemühungen und neue Wege für das Ausgestalten eines klimafreundlicheren Verkehrs in der Stadt Halle (Saale) diskutiert und entwickelt werden.

Im Handlungsfeld „Verkehr“ wurden im Klimaschutzkonzept vier Maßnahmen identifiziert, die alle weiterhin umgesetzt werden.

36 - Vorfahrt für Bus und Bahn - Priorisierung des öffentlichen Verkehrs

Maßnahme 36 | VK 1 | Priorität: Hoch | Verantwortlichkeit: FB Planen | Status: Fortlaufend

37 - Fußgänger- und radverkehrfreundliches Halle (Saale)

Maßnahme 37 | VK 2 | Priorität: Hoch | Verantwortlichkeit: FB Planen, FB Bauen | Status: Fortlaufend

38 - Mehr Car-Sharing-Parkplätze

Maßnahme 38 | VK 3 | Priorität: Mittel | Verantwortlichkeit: DLZ Klimaschutz | Status: Fortlaufend

39 - Alternative Mobilität

Maßnahme 39 | VK 4 | Priorität: Hoch | Verantwortlichkeit: Stadtwerke Halle GmbH | Status: Angepasst