Bürgervorschlag zu „Frohe Zukunft“

FZ - 200Strukturkonzept "Stadteingang Frohe Zukunft"

Dr. Bernd Schuster Helmut-Just-Straße 24 06118 Halle (Saale) Sehr geehre Damen und Herren, zu Ihrem Strukturkonzept "Stadteingang Frohe Zukunft" habe ich folgende Vorschläge bzw. Hinweise: die geplante Neubebauung des Geländes des ehemaligen "Industriewerkes Halle-Nord" zwischen Justizvollzugsanstalt und Dessauer Straße findet meine Zustimmung. Allerdings ist nach meiner Meinung eine Verlängerung der Straßenbahnlinie 1 über die bisherige Endhaltestelle "Frohe Zukunft" hinaus nicht angeraten. Zur Begründung: Bei einer Verlängerung der o.g. Straßenbahnline in nördliche Richtung bis nahe an die Posthornteiche würde sich zwar des Weg zur Straßenbahn für die künftigen Einwohner des neubebauten Geländes um ca. 400 bis 500 Meter verkürzen, aber dieser geringfügige Vorteil bringt zugleich gravierende Nachteile mit sich. Diese Nachteilen wären: - Durch die Verlegung der notwendigen Gleise unmittelbar östlich der Dessauer Straße wäre der Zugang zur Grundschule "Frohe Zukunft", zum benachbarten Kindergarten, zum Sportplatz des Universitätssportvereins und zum Wäldchen entlang der Zöberitzer Straße nur nach Überquerung der Gleise und der damit verbundenen Gefahren möglich. Gerade für Kinder können diese Gefahren lebensbedrohlich sein. - Die Fahrzeuge des geplanten "Park & Ride- Parkplatzes müssten ebenfalls die Gleise überqueren, so dass eine zusätzliche Unfallquelle geschaffen wird. - Die Anwohner der Dessauer Straße zwischen bisheriger Endhaltestelle "Frohe Zukunft" und Helmut-Just-Straße sowie auch die künftigen Bewohner der geplanten Neubausiedlung würden durch die unmittelbar vorbeifahrenden Straßenbahn einer zusätzlichen erhebliche Lärmbelastung ausgesetzt. - Die Kosten für die Verlängerung und die künftige Instandhaltung der Straßenbahnlinie 1 über die bisherige Endhaltestelle "Frohe Zukunft" hinaus würden beträchtlich sein. Diese Kosten werden sicher höher als die zu erwartenden zusätzlichen Einnahmen ausfallen. Somit müssten die entstehenden Verlusten durch weitere Preiserhöhungen der ohnehin schon recht teueren Straßenbahnfahrscheine wenigstens teilweise aufgefangen werden. Dadurch verliert die Straßenbahn in ganz Halle an Attraktivität. Meines Erachtens überwiegen diese genannten Nachteile bei weitem gegenüber dem geringfügigen Vorteil einer Verkürzung des Weges zur Straßenbahn um lediglich 400 bis 500 Meter für die künftigen Bewohner der geplanen Wohnsiedlung. Mein weiterer Vorschlag zur Verbesserung Ihres vorgestellten Strukturkonzept "Stadteingang Frohe Zukunft" besteht darin, dass der geplante Ausbau der Zöberitzer Straße als offensichtlich asphaltierte Straße für den Verkehr mit Kraftfahrzeugen ab der Dessauer Straße (so interpretiere ich zumindet Ihre Karte, auf der das Bauvorhaben dargestellt ist) nicht realisiert werden sollte. Die Zöberitzer Straße führt von der Dessauer Straße aus in östliche Richtung mitten durch das bereits erwähnte Wäldchen als derzeit nicht asphalierter Weg zum Mühlrein und dann nach Mötzlich. Im Bereich dieses Wäldchens ist die Durchfahrt der Zöberitzer Straße für Kraftfahrzeuge verboten. Das Wäldchen wurde vor ca. 40 Jahren auf Initiative des um den Naturschutz und um die Schaffung von Erholungsmöglichkeiten für die Einwohner des Stadtgebietes Frohe Zukunft bemühten Herrn Kurt Stanek angeplanzt. Es ist zugleich das einzige kleine Waldgebiet im Wohngebiet Frohe Zukunft und sollte daher keinesfalls mit einer asphaltierten Straße -nämlich der geplanten asphaltierten Zöberitzer Straße für den Durchgangsverkehr- durchzogen werden, sondern im gegenwärtigen Zustand belassen werden. Somit würde neben dem Wegfall der Kosten für die Asphaltierung der Zöberitzer Straße auch der Bau eines Verkehrskreisels (Kreisverkehr) an der Kreuzung Dessauer Straße zur Zöberitzer Straße entfallen. Für die Zufahrtsstraße, die zum neuen Wohngebiet von der Dessauer Straße hin führen sollen, reicht es aus, eine Abbiegespur auf der Dessauer Straße anstelle eines Kreisverkehrs einzurichten. Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie sich mit meinen Vorschlägen auseinandersetzen und diese auch bei der Planung berücksichtigen würden. Mit freundlichen Grüßen Bernd Schuster

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Frohe Zukunft
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