Bürgervorschlag zu „Öffentlicher Nahverkehr“

ÖPNV - 175Preissystem

Hohe Preise sind ein Hindernis, den ÖPNV zu nutzen. Selbst unter Zugrundelegung realistischer Kilometerpreise für ein KFZ (also nicht nur Benzin) ist der ÖPNV in vielen Fällen teurer als eine Autofahrt. Das gilt insbesondere für folgende Fälle: (1) Einzelfahrten, die die Länge der Kurzstrecke knapp überschreiten. Man sollte den Preis wieder stärker von der zurückgelegten Strecke abhängig machen. Falls die Wahl sowieso auf ein elektronisches Ticketsystem fallen sollte, gäbe es dafür auch technische Möglichkeiten. (2) Überquerung von Zonengrenzen (vom Stadtrand in das nächste Saalkreisdorf). Auch in diesem Fall sind für verhältnismäßig kurze Strecken unverhältnismäßig hohe Preise zu zahlen (3,20 Euro). (3) Einzelfahrten für Familien. Eine Fahrt mit dem Auto aus den städtischen Außenbezirken zum Bahnhof und später wieder zurück ist für eine "Standardfamilie" bestehend aus 4 Personen erheblich billiger als der ÖPNV, selbst unter Einrechnung eines Tagesparkscheins am Bahnhof. Das finanziell ungünstigste Szenario ist eine Fahrt mit der Familie über eine Strecke von 5 Stationen. Es muss dringend attraktivere Angebote für Familien (und Gruppen allgemein) geben. Auch die derzeitigen Gruppentageskarten sind keine Alternative für den beschriebenen Fall. Weiterhin ist zu hinterfragen, weshalb ab dem 14 Lebensjahr der volle Fahrpreis gezahlt werden muss. In diesem Alter verdienen Jugendliche in der Regel kein eigenes Geld. Die beschriebenen Probleme beziehen sich auf das gesamte Preissystem des MDV, allerdings fallen die finanziellen Nachteile besonders im Nahbereich ins Gewicht.

Statistik

Planverfahren: 
Öffentlicher Nahverkehr
Thema: 
Attraktivität des ÖPNV
Kommentare: 
0
Pro Stimmen: 
0
Kontra Stimmen: 
0
Neutrale Stimmen: 
0
Beteiligung abgeschlossen!