18. ÖPNV-Beschleunigung (Ausbau der technischen Bevorrechtigungssysteme für Bahn und Bus) an Ampelanlagen

  • hohe technische Bevorrechtigung des ÖPNV vor anderen Verkehrsteilnehmern, Reduzierung von Behinderungen
  • Analyse der Behinderungen der ÖV-Fahrzeuge zur Ermittlung der Verlustzeiten an LSA getrennt nach Straßenbahn und Bus
  • Erarbeitung eines Konzeptes zur Bevorzugung von Straßenbahn und Bussen, Minimierung bzw. Reduzierung der Wartezeiten für ÖV-Fahrzeuge an Knotenpunkten

Kommentare

Geschrieben von Saalestrand, am
Meiner Meinung nach ist es falsch, dem ÖPNV pauschal den Vorrang zu geben. Immerhin gehören zu den anderen Verkehrsteilnehmern auch Fußgänger und Radfahrer. Somit wäre es sinnvoller, intelligente Lösungen zu suchen und zu finden, damit einerseits der ÖPNV andererseits die anderen Verkehrsteilnehmer so wenig wie möglich Berührungspunkte haben. In diesem Zusammenhang finde ich den kritiklosen und fast schon selbstverständlich erscheinenden Rückbau aller Fußgängerbrücken völlig kontraproduktiv. Natürlich, wenn diese verschlissen sind, müssen sie saniert werden. Aber warum die vielen Fußgängerbrücken in Halle-Neustadt über die Magistrale und nun die letzte dieser Art über die Merseburger Straße, Nähe Riebeckplatz, einfach zurückgebaut werden, erschließt sich mir nicht. Selbstverständlich muss auch für behinderte Menschen der Übergang möglich sein. Aber alle anderen, die gesund auf den Beinen bzw. Fahrrädern sind, können doch die Brücken nutzen und beeinträchtigen somit nicht den ÖPNV/Kraftverkehr. Denn eines sollte man nicht vergessen: Wenn Autos/LKW unendlich an roten Ampeln stehen, wird die Feinstaubbelastung davon auch nicht besser. "Paradebeispiele" sind für mich hier die Kreuzung Geiststraße/Hermannstraße, der Knoten 46 (Glauchaer Platz) und der Franckeplatz, wo man teilweise minutenlang steht, weil eine Tram nach der anderen fährt. Mir ist bewusst, dass ein möglicher Umbau von Kreuzungen enorm viel Geld verschlingt, aber dann muss es eben mittel- bis langfristig das Ziel sein, diese Verkehrsteilnehmer zu trennen - sei es durch Brücken oder besser wahrscheinlich durch Tunnel/Unterführungen. Nur so ist sowohl ein zügiger ÖPNV als auch ein abgasreduzierter Verkehr möglich. Das muss aus dem Grund schon bedacht werden, da ja die Radfahrer in Halle als Verkehrsteilnehmer gestärkt werden sollen.

Geschrieben von Alt-Hallunke, am
Hallo Saalestrand! Ich schätze nicht, dass es hier gegen Fußgänger oder Radfahrer geht. Es geht doch eher um die Bevorzugung des ÖPNV gegenüber dem individuellen Autoverkehr. Ich finde die Bevorzugung gegenüber diesen Verkehrsteilnehmern gut und die schon vorhandenen Möglichkeiten ausbaufähig.

Geschrieben von elsterglanz, am
Es ist kontraproduktiv, alle gegeneinander auszuspielen. Ein vernünftiger Ansatz ist nicht die Ausbremsung des Autoverkehrs, indem man mehr Hindernisse schafft anstatt vernünftige Reglungen zu schaffen. Es sollte der Weg weitergegangen werden: Straßenbahn, wo möglich, separates Gleisbett mit integrierten Haltestellen, desweiteren intelligente Ampelschaltungen (Grüne Welle) etc.

Geschrieben von Alt-Hallunke, am
Hallo elsterglanz! Hier geht es nicht um ,,Grüne Wellen" für die Autofahrer, sondern um ,,Grüne Wellen" für den ÖPNV, und das finde ich gut und dass die Autofahrer in den Städten in jenen umsteigen.

Geschrieben von User123, am
Bei aller Liebe für den ÖPNV sollte man auch an eine "Grüne Welle" für die Autos denken. Denn bei dem vielen Halten und Losfahren stoßen sie viele Abgase aus, welche bei konstanter Fahrt vermieden werden könnten.

Geschrieben von Hallenser0409, am
Halte ich nicht für notwendig. An den wichtigen Ampelkreuzungen in Halle ist das Bevorrechtigungssystem für die Öffis bereits gegeben und an neu entstehenden Ampelkreuzungen wird doch sowieso auf ein solches Bevorrechtigungssystem geachtet, oder?

Geschrieben von Moderator, am
Es gibt etliche Kreuzungen, insbesondere im Busliniennetz, deren Lichtsignaltechnik noch nicht umgerüstet ist und die auch nicht Bestandteil des Stadtbahnprogramms sind.

Geschrieben von Diemitzer, am
Außerdem: An einer der wichtigsten Ampelkreuzungen (Franckeplatz) stehen die Bahnen teilweise minutenlang und damit verlieren die Bahnen wertvolle Zeit, was sich dann negativ auf die Anschlüsse auswirkt.

Geschrieben von Saalestrand, am
Mal noch ein konkretes Beispiel: Schon beim Einfahren in die Haltestelle Hermannstraße in Richtung Reileck erhält die Straßenbahn "Grün", obwohl es dann noch ewig dauert, bis sie wirklich gehalten hat, die Fahrgäste aus- und eingestiegen sind und sie letztlich weiterfährt. Alle anderen Verkehrsteilnehmer warten derweil eine gefühlte Ewigkeit an der Kreuzung. Ich schätze, das ist nicht die einzige Stelle, wo man durch kleine Justierungen allen Verkehrsteilnehmern gerechter werden würde. Denn eines dürfte klar sein: Ein blindes "Grün" für die Tram dürfte deren Akzeptanz nicht zwingend fördern...

Geschrieben von ausgebremst, am
Blockaden abbauen! Wer Halle aus der Stagnation befreien will und sich an die großen Epochen der Stadt erinnert, darf nicht auf ein schwerfälliges, teures Verkehrssystem setzen, sondern muss den Weg frei machen für die Bürger, die die Werte und den Wohlstand schaffen. Diese brauchen KFZ, um schnell agieren zu können. Halle ist zu schade, um als nur verwaltetes Museum kopfschüttelnd betrachtet zu werden. Deshalb keine weiteren Behinderungen für den motorisierten Berufsverkehr!

Geschrieben von hase, am
Der ÖPNV sollte bei der Verkehrsregelung möglichst Vorrang haben, um die Fahrzeiten zu verkürzen. Allerdings müssen mögliche Nebenwirkungen solcher Maßnahmen genau analysiert werden (z. B. Luftbelastung durch Staus, längere Wartezeiten für Fußgänger)