8. Netzausbau Straßenbahn – Perspektiven von Linienverlängerungen

  • perspektivische Gestaltung von Szenarien unter Rahmenbedingungen von ÖPNV-Planung und Stadtentwicklung = stadtteil-/ quartiersbezogene Netzerweiterung der Straßenbahn im Einklang mit Zielen der Stadtentwicklung
  • erste konkrete Infrastrukturmaßnahme: Neubau Straßenbahnnetz nach Heide-Süd

Kommentare

Geschrieben von Gabriele Herrmann, am
Keine Ahnung, wer auf eine so abstruse Idee kommt. Die Verkehrsanbindung mit Bus und Bahn ist prima und klappt. Für den Bus gibt es insgesamt 8 Haltestellen und die garantieren kurze Wege. Der Ausbau mit einer Straßenbahnlinie mit drei Haltestellen bringt enorme Nachteile. Heide-Süd ist ein grünes, naturnahes Stadtviertel, das man uns nun zerstören will. Das Argument, dass 90 % der Kosten aus Fördertöpfen kommen, ist auch nicht akzeptabel, denn auch das sind unsere Steuergelder, die von uns bezahlt werden. Ich lehne diesen Vorschlag strikt ab.

Geschrieben von till1806, am
- Straßenbahnanbindung im Korridor Heide-Nord - Dölau - Lieskau - Verlängerung Linie 7 in Büschdorf bis zum Hufeisensee - Prüfung Straßenbahnstrecke vom Rannischen Platz über die Wörmlitzer Straße am Stadion vorbei zur Paul-Suhr-Straße - Verlängerung Straßenbahnstrecke vom Göttinger Bogen/Neustadt Zentrum nach Angersdorf Bhf.

Geschrieben von Hans, am
Ich denke, eine Erschließung von Heide-Nord ist besser angelegtes Geld: Erstens gibt es dort mehr potenzielle Fahrgäste (es sei denn, man will in Heide-Nord die Platte komplett zurückbauen). Zweitens wohnt in Heide-Süd ein Klientel, das eher mit dem Auto unterwegs ist. Drittens ist es ein Unding, quer über einen denkmalgeschützten Platz eine Straßenbahntrasse zu bauen, die noch dazu zwischen Mensa und Vorlesungssaal verläuft und mitten durch ein, mit großem Aufwand geschaffenes, Naherholungsgebiet und dann noch direkt an dem neuen Kindergarten und dem Wasserspielplatz entlang gehen soll. Außerdem formiert sich bereits heftiger Wiederstand gegen dieses Projekt. Wenn es unbedingt eine Straßenbahn sein muss, dann über die Blücherstraße. Des Weiteren ist sicher eine Erschließung des Industriegebietes an der A14 wünschenswert. Auch wenn im Norden ein weiteres Gewerbegebiet entwickelt werden soll, macht eine Anbindung an den ÖPNV dieses sehr viel attraktiver. Das Gleiche gilt für Bruckdorf, denn, soweit mir bekannt ist, ist die Eisenbahnbrücke der Dieselstraße für die Straßenbahn ausgelegt.

Geschrieben von Saalestrand, am
Ich schließe mich meinen beiden Vorrednern till1806 und Hans an: Bevor man - aus welchen Gründen auch immer - ein konkretes Beispiel für einen Straßenbahnneubau aus der Hüfte schießt, sollte man sich grundsätzlich überlegen, was man mittelfristig erreichen will und vor allem: Wo Bedarf ist! Der ist meiner Meinung nach in erster Linie in Heide-Nord. Es würde dieses vernachlässigte, aber von der Lage eigentlich sehr attraktive Stadtviertel ungemein aufwerten, da dann ein durchgängiger Anschluss - also ohne Umstieg auf Bus - an die Altstadt/Neustadt vorhanden wäre. Dadurch würde ggf. für potenzielle Investoren die vor Jahren schon mal anvisierte Sanierung der Platten wieder attraktiv werden. Ich denke, man sollte auch viel mehr Kräfte bündeln: So wäre es zu überlegen, sich an der Bürgerbahn, die mal vom Bahnhof Nietleben bis Lieskau fahren soll, zu beteiligen und langfristig die Straßenbahnlinie von Kröllwitz über Heide-Nord bis zur Bürgerbahn-Haltestelle Dölau zu verlängern, um dort einen Übergang zu schaffen. Als Letztes: Die Diskussion geht ja auch um eine dritte Saalebrücke. Eventuell wäre es eine Überlegung, diese nicht für den Autoverkehr, sondern für die Straßenbahn zu bauen. Dann könnte man die Straßenbahn von der jetzigen Endhaltestelle Göttinger Bogen bis zur B80 führen, dort parallel entlang der Straße (mit Haltestelle u.a. Zollrain) und dann abbiegen lassen in Richtung Pulverweiden/Böllberger Weg.

Geschrieben von skauka, am
Dem stimme ich voll und ganz zu. Ergänzend: Nach Heide-Nord werden derzeit Gelenkbusse eingsetzt, die meist auch voll besetzt sind. In Heide-Süd reichen die derzeitigen Busse vollkommen aus. Ich las neulich eine Argumentation, wonach sich die ansässigen Firmen in Heide-Süd eine bessere Straßenbahnanbindung wünschten. Das Problem dabei ist, dass die derzeit kursierende Trassenführung keine oder nur eine unwesentliche Verbesserung zur Haltestelle Weinberg Campus wäre. Heide-Süd ist ein dünn besiedeltes Wohngebiet ohne große Durchgangsstraße, in die meiner Meinung nach eine Straßenbahntrasse nicht passt. Das grüne Dreieck ist ein sehr gelungener Naherholungsraum, der seinen Charakter durch eine Straßenbahntrasse verlöre. Mir gefällt auch die Idee, das Gleis zwischen Nietleben und Dölau für eine Straßenbahntrasse zu nutzen. Eine dritte Schiene auf dem Gleis wäre technisch (wie andernorts schon umgesetzt) sicherlich möglich. Die Strecke Heide - Kröllwitz zeigt, dass es auch nicht immer zwei Gleise sein müssen. Wurde schon darüber nachgedacht, dass eine 3. Saalebrücke in Kombination mit einer Straßenbahntrasse auch aus dem Stadtbahnprogramm gefördert werden könnte und man somit 90 % der Kosten sparen könnte?

Geschrieben von Heike Möllhoff, am
Wer nach Heide-Süd zieht, kennt die Verkehrsbedingungen. Gerade die ruhige Lage zieht die Anwohner in dieses Gebiet. Es ist eine bewusste Entscheidung gegen Lärm und Verkehr. Mit Bus, Bahn, Auto oder Rad ist ganz Halle gut zu erreichen. Wenn hier eine Straßenbahnanbindung entsteht, sinkt die Wohnqualität enorm. Als Anwohner hoffe ich, dass diese undurchdachte Idee schnell wieder verworfen wird.

Geschrieben von Longdon, am
Ich finde die Idee gut, die Linie 7 weiter über Reideburg und die Autobahn in den Star Park zu schicken; quasi zu verlängern. Gleichzeitig eine Modernisierung des Autobahnzubringers (Östliche Delitzscher Straße).

Geschrieben von Ilki, am
Eine Straßenbahn nach Heide-Süd bringt keine Vorteile, sondern nur Nachteile. So wird in bereits bestehende Strukturen eingegriffen - mit negativen Folgen für Heide-Süd. Die Verbindung wird schlechter sowie große Teile des Erholungswertes und die vorhandene Natur werden zerstört. Die Unfallgefahr wird deutlich erhöht. Die Mehrzahl der Bürger in Heide-Süd (derzeit 800 Unterschriften gegen eine Straba) ist dagegen. Warum bekommen nicht Heide-Nord oder Bruckdorf eine Straba-Anbindung, die es seit Jahren einfordern?

Geschrieben von anton85, am
Eine Straßenbahnlinie nach Heide-Süd? Klar am Bedürfnis vorbei, schade um jeden investierten Euro! Die derzeit eingesetzten Busse der Linien 34/36 sind für den Schülerverkehr unersetzlich. Da die Straßen im Quartier im Gegensatz zur Innerstadt frei sind, kann der Fahrplan eingehalten werden, ohne einen Meter Schiene landschaftszerstörend zu verlegen. Der Einsatz von modernen Elektrobussen sollte einmal mehr überlegt werden, Technologien von morgen nutzen, zum Wohle der Bürger der Stadt! Die fahrenden Busse sind in den Abendstunden ab 19 Uhr nur mit wenigen Personen besetzt und können derzeit verkleinert werden. Das ist der Bahn unmöglich. Die Verluste der HAVAG auf einer solchen Strecke sind vorprogrammiert, da die "Gewerbegebiete" nicht erreicht werden. Schluss mit einem solchen Unsinn!

Geschrieben von elsterglanz, am
Straßenbahn Heide-Süd ist absurd. Vielleicht sollte man sich überlegen, die Busse elektrisch anzutreiben, z.B. O-Bus oder batteriebetrieben. Heide-Nord: Hätte die Stadt nach Auflösung des Bundeswehrstandortes einen Teil des Geländes parallel zur Nordstraße erworben, könnte eine Anbindung schon erfolgt sein. Linienführung: Verlängerung der Anbindung Hubertusplatz/Kröllwitz zur Nordstraße bis Heidering, weiter über Blumenauweg zum Kolkturmring mit Endhaltestelle am Ende des selbigen.

Geschrieben von JFB2000, am
Unbedingt wieder eine Tram auf die Strecke Rannischer Platz - Vogelweide - Damaschkestraße (Ammendorf). LINIE 11 ZURÜCK!!

Geschrieben von User123, am
Ich komme mit dem gegenwärtigen Angebot gut zurecht!

Geschrieben von Hallenser0409, am
- Straßenbahnanbindung nach Dölau über Heide-Nord (Lieskau fakultativ) - Verlängerung der Linie 7 in Richtung Reideburg und Dautzsch ODER Straßenbahnanbindung über Diemitz nach Dautzsch - Verlängerung der Trasse vom Göttinger Bogen bis nach Angersdorf (über Gewerbegebiet Neustadt ODER Zollrain) sollte zumindest mal geprüft werden; mögliche Reduzierung des Verkehrs auf der stark strapazierten Lauchstädter Straße (in Angersdorf) - Linie 11 zurück und wieder nahtloser Übergang zur Linie 12 an der Damaschkestraße - KEINE Straßenbahnanbindung nach Heide-Süd. Das Bussystem ist dort effektiver und funktioniert sehr gut. Man sollte dort lieber über den Einsatz von Elektrobussen nachdenken.

Geschrieben von JFB2000, am
super Linie 11

Geschrieben von Saalestrand, am
Nur mal so als (utopisches?) Gedankenspiel: In der Zeitung schlug letztens eine Leserin vor, man möge doch die Straßenbahnen zwischen Mühlweg/Burgstraße und Gimritzer Damm mittels einer Route über die Peißnitz verbinden (vor allem kürzere Fahrtzeiten für Studenten etc.). Was wäre denn, wenn man den bestehenden Peißnitz-Express mittels kleinerer Brücken und demzufolge ohne den Zwang des Baus einer elekrischen Oberleitung gen Burgstraße und Gimritzer Damm verlängern und dort Umsteigehaltestellen errichten würde, so dass aus der reinen "Spaßbahn" ein nützliches, öffentliches Verkehrsmittel werden würde, was auch gleichzeitig die Attraktivität dessen erhöht?

Geschrieben von UlrichHeidiA, am
Der Ausbau der Straßenbahn nach Heide-Süd erscheint in merhfacher Hinsicht unüberlegt. Eine Bedarfsanalyse liegt nicht vor; die universitären Einrichungen können über die Haltestelle Straßburger Weg gut erreicht werden. Eine deutliche Verringerung der Haltestellenzahl gegenüber den Buslinien 34 und 36 ist ein riesiger Nachteil. Die Zerschneidung der landschaftlichen Struktur durch einen Gleiskörper ist kein Vorteil für die Wohnqualität und die Freizeitgestaltung. Mein Vorschlag: Zur Verbesserung der Verkehrsanbindung von Heide-Süd sollte zunächst der Betrieb der Linie 4 an den Wochenenden wieder eingeführt werden. Während der Woche fahren die Linien 4 und 5. Die Verbindung ab Kröllwitz als Linie 7 ist gut gelöst und sollte am Wochenende beibehalten werden. Der Abstand der Abfahrtszeiten von 4 und 5 beträgt in der Woche durchschnittlich 7,5 Minuten. An Wochenenden beträgt, durch den Einsatz nur der Linie 5, der Abstand lange 20 Minuten und es bestehen keine guten Anschlussmöglichkeiten am Gimritzer Damm mit den Buslinien 34 und 36. Ein Betrieb der Linie 4 an Wochenenden käme den Einwohnern in Heide-Süd, wie den Bewohnern der neuen Senioreneinrichtungen, den Besuchern des UKH und den Ausflüglern in die Heide sehr entgegen und wäre rascher realisierbar als das neue Straßenbahnprojekt quer durch das Wohngebiet Heide-Süd mit nur 3 Haltestellen.

Geschrieben von An77, am
Die Busanbindung Heide-Süd ist super. Straba sollte von Kröllwitz aus bis Heide-Nord verlängert werden, wenn schon Gelder dafür vorhanden sind.

Geschrieben von JFB2000, am
Eine Strecke zwischen Glauchaer Platz und Hallmarkt. So hätte man eine Innenstadtschleife: 1. praktisch für Wendefahrten; 2. Hauptumstieg Marktplatz würde sich auf 4 Stationen verteilen können durch Umlegung der Linien 1, 3, 7, 8 auf Markt - Hallmarkt - Glauchaer Platz - Franckeplatz; 2, 5, 10 auf Markt - Franckeplatz - Glauchaer Platz - Hallmarkt und 4, 9 auf Glauchaer Platz - Hallmarkt - Marktplatz - Franckeplatz; Linien 12, 16 mit altem Verlauf.

Geschrieben von arudolf, am
Ich kann mich meinen Vorrednern im Bezug auf die Straba in Heide-Süd nur anschließen und mich als betroffener Bürger strikt dagegen aussprechen. Die Straba wäre ein unnötiger Schandfleck im Grünen Dreieck und auf dem Unigelände. Wenn man sich nur überberlegt wo durch die Straba Ampeln und Oberleitungen entstehen müssten. Nutzt die Fördermittel sinnvoller und hört auf die betroffenen Bürger. Wenn es darum geht durch die Straba Betriebskosten zu sparen, dann lasst eine der beiden Linien 34 und 36 weg. Es müssen nicht in beide Richtungen vom Hubertusplatz und zum Hubertusplatz alle 15 Minuten ein Bus fahren. Zumal es aus meiner Sicht egal ist, ob man am Hubertusplatz oder am Gimritzer Damm in die Straba einsteigt. BITTE KEINE STRABA IN HEIDE-SÜD!!!

Geschrieben von hase, am
Eine Erweiterung des Straßenbahnnetzes fände ich sinnvoll, wenn dadurch die Fahrzeiten aus den Stadtrandbezirken in die Innenstadt verkürzt würden (Vermeidung von Umstiegen Bus-Straßenbahn). Ob eine Straßenbahn nach Heide-Süd notwendig ist, muss geprüft werden. Wieviele Einwohner leben in der Umgebung der Haltestellen? Wieviel Naherholungsfläche geht verloren? Werden dadurch die Verbindungen zur Endstelle Kröllwitz ausgedünnt? Potenzielle Verlängerungen wären: (1) Endstelle Kröllwitz-Heide Nord (hier entstehen gerade 100 Einfamilienhäuser)-Lettin, (2) Bruckdorf (die ganzen Einkaufszentren), (3) zum Starpark (das Gewerbegebiet füllt sich).